Zum Selbstverständnis des Vereins Hundefreilauf Eisenach e.V.

Hunde sind fester Bestandteil unserer Gesellschaft und des sozialen Lebens. Für viele Menschen leisten Hunde Sozialarbeit im besten Sinne und sind zugleich zuverlässige Begleiter im Rettungswesen, im therapeutischen Einsatz oder auch als Blinden- und Polizeihunde oder einfach nur als Familienhunde und -mitglieder.

Mit der Hundehaltung in Deutschland sind nicht nur ca. 100.000 Arbeitsplätze verbunden, so dass 50 - 60 Hunde einen festen Arbeitsplatz in Deutschland finanzieren, sondern Hunde und ihre Halter tragen jährlich zu einem Umsatz von
ca. 5 Mrd. Euro bei.

Hunde sind aber – wie wir als Menschen – soziale Wesen und darauf angewiesen, soziale Kontakte zu pflegen und dafür den notwendigen Freiraum zu bekommen. Dieses Ziel, unseren Hunden einen Freilauf im Sinne der Entwicklung auch sozialer Kompetenz zu ermöglichen, sehen wir als ein wesentliches Ziel unserer Vereinsarbeit an.

Dazu gehört aber auch, dass wir akzeptieren und respektieren, dass diese Haltung nicht von allen Menschen geteilt wird und vielfach Ängste und schlechte Erfahrungen zur Ablehnung gegenüber Hunden und Hundehaltern führen. Hier wollen wir durch rücksichtsvolle Hundehaltung und tolerante Akzeptanz für ein vernünftiges Miteinander werben.

Umfassende Möglichkeiten für Hundefreilauf sind für uns selbstverständlicher Bestandteil einer artgerechten Tierhaltung und eines sozialen Miteinanders generell – dafür setzen wir uns ein, dafür werben wir.

Toleranz ist aber nicht nur eine Haltung die wir von Nicht-Hundebesitzern erwarten, sondern auch eine Haltung die wir ihnen selbst aktiv entgegen bringen, indem wir unsere Hunde selbst zur Rücksichtnahme erziehen.

Auch im Freilauf halten wir unsere Hunde unter Kontrolle und greifen gegebenenfalls ein, selbstverständlich kümmern wir uns um die Hinterlassenschaften unserer Tiere und entsorgen sie.

Auf unsere Hundewiese dürfen nur sozial verträgliche Hunde mitgenommen werden, sie sollten über Grundgehorsam verfügen.
Alle Hunde, die die Wiese nutzen dürfen keine ansteckenden Erkrankungen oder Symptome solcher Erkrankungen haben. Jeder Hund muss geimpft sein.
Läufige Hündinnen dürfen nicht auf die Wiese.
Jeder Hundehalter hat auch auf der Freilauffläche die Aufsichtspflicht über seinen Hund. Situationen wie Mobbing, heftiges Hetzen, Drohfixieren, ständiges Dominieren, etc. sind bereits im Vorfeld zu unterbinden. Bei doch entstanden Raufereien hat jeder Hundebesitzer selbstverständlich die Verantwortung übernehmen. In besonders gravierenden Fällen bitten wir um Mitteilung/Schilderung der Aktion, die selbstverständlich vertraulich behandelt wird.
Jeder Hundebesitzer haftet persönlich für Personen- und Sachschäden, die durch ihn oder seinen Hund verursacht werden. Der Abschluss einer Hundehalterhaftpflichtversicherung ist Pflicht und auf Anforderung nachzuweisen. . Das Betreten des Geländes geschieht auf eigene Gefahr.

 

In Deutschland gibt es rund 600.000 Vereine. Das Vereinswesen hat hier eine sehr lange Tradition und es gibt sie für unterschiedlichste Interessengebiete. Das geht vom Geflügelzüchterverein über Angelvereine bis hin zu Vereinen, in denen sich Freunde der exotischsten Sportarten zusammenfinden.  Es ist aber immer ein freiwilliger Zusammenschluss von Menschen unter einem Satzungsziel.  Vereine sind ein deutlicher Ausdruck einer funktionierenden Zivilgesellschaft in Deutschland. Gesamtgesellschaftliche Veränderungen machen aber auch vor diesen traditionellen Strukturen nicht halt.

Das Satzungsziel des Vereins Hundefreilauf Eisenach ist unter anderem, die Förderung des Tierwohls und des Hundesportes. Dazu haben sich Menschen mit unterschiedlichsten Biographien zusammengefunden und diesen Verein gegründet. Sie haben also gesellschaftliche Verantwortung übernommen. Diese Verantwortung endet aber nicht beim Wohl der Tiere der Vereinsmitglieder. Es geht weit darüber hinaus.

Eine Voraussetzung des Tierwohls ist wie selbstverständlich auch das "Menschenwohl". Hier hat der Verein natürlich zu aller erst, das Wohl seine Mitglieder zu beachten. Aber auch hier, endet die Verantwortung nicht am Tellerrand der eigenen Vereinswelt. 

Einem Angelverein zum Beispiel, kann es nicht egal sein, wie sich das Verhalten anderer Menschen auf die Natur auswirkt aus der er seine Fische fängt.  Er muss handeln, nicht nur nach innen sondern auch nach außen.

Dazu gehört auch die Einflussnahme auf politische und administrative Entscheidungen von Verbänden und Verwaltung.

Aber ebenso wirken sich gesellschaftliche Strömungen auf die handelnden Menschen in einem Verein aus.

 

Unsere auf Solidarität, Toleranz und Offenheit gegründete Vereinigung von Menschen unterschiedlichster Herkunft nimmt diese Herausforderung sehr ernst.. Nur in einem Umfeld von gegenseitigem Respekt und unter Beachtung von unteilbaren Menschenrechten, kann auch eine dem Tierwohl gewidmete, gemeinnützige Organisation ihrer satzungsgemäßen Aufgabe nachkommen.

 

 

Unser Verein spricht sich gegen sogenannte Rasselisten aus.

Ein eventuell unverträgliches, auffälliges Verhalten ist nicht von der Rasse des Hundes abhängig.

Wir wollen einen Platz für alle Hunde zur Verfügung stellen.

Dieses Selbstverständnis gilt für uns natürlich auch im Umgang der Mitglieder und Gäste untereinander.

So sind Gäste aller Ethnien, Hautfarben, religiöser und sexueller Orientierungen oder politischer Überzeugungen gleichberechtigte Teilnehmer unserer Veranstaltungen.

 

Grenzen gibt es nur dort, wo die Menschenrechte und die persönliche Integrität unser Gäste und Mitglieder in Gefahr ist. Wir werden bestrebt sein, diskriminierende Äußerungen und Handlungen schon im Vorfeld zu verhindern. So wie wir uns von Gewalt in der Erziehung und Führung unser Hunde distanzieren, distanzieren wir uns von Gewalt gegen Menschen. In verbaler wie in körperlicher Art. Der Verein und seine Mitglieder verpflichteten sich der Rücksicht und Toleranz gegenüber jedermann. .

 

 

 

 

 

 

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