Der Samojede

Samojede

Samojede

Foto: Fil.Al/flickr

 

Größe: Rüde: 57cm, Hündinnen: 53cm

 

Gewicht: 20-25kg

Fell: üppig, dicht, mit Mähne und Unterwolle

Farbe: reinweiß oder cremefarben

Lebenserwartung: 13 Jahre

 

Geschichte

 

Der Samojede ist eine über 1000 Jahre alte Arbeitshunderasse, die im heutigen Westsibirien entstand. Benannt wurde er nach dem Nomaden-Volk bei dem er lebte, den Nenzen, bzw. Samojeden. Ihnen diente er als Wachhund, Jagdbegleiter sowie zum hüten der Rentiere und als Schlittenhund. Anders als andere Schlittenhundrassen, wurde der Samojede als Familienmitglied angesehen und durfte sogar mit im Zelt übernachten, wo er als Bettwärmer diente.

 

Foto: Fil.Al/flickr

In der übrigen Welt bekannt wurde der Samojede erstmals, als Hunde dieser Rasse den norwegischen Forscher Fridtjof Nansen 1895 bei dessen gescheiterter Nordpol-Expedition begleiteten. 1911 erreichten sie mit Roald Amundson als erste Nutztiere den Südpol.

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der Samojede zunächst in England sowie den USA bekannter. Der erste Rassestandard wurde im Jahr 1909 in England festgelegt, 1913 wurde der Samojede offiziell als Hunderasse anerkannt. In der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde der Samojede in ganz Europa beliebter. Heute wird er vor allem als aktiver Begleit- und Ausstellungshund gehalten. Charakteristisch ist sein „Lächeln“, das durch die Kombination der Augenform und nach oben gerichteten Lefzenwinkeln erzeugt wird.

Verhalten und Wesen

 

Als ursprünglicher Arbeitshund in arktischem Klima gezüchtet, ist der Samojede entsprechend robust, ausdauernd und aktiv. Dennoch erweist er sich als erstaunlich anpassungsfähig an das mitteleuropäische Familienleben. Durch seine sehr enge Bindung an den Menschen in seiner ursprünglichen Heimat, ist der Samojede ausgesprochen menschenbezogen, sanft und anhänglich. Trotz seiner ursprünglichen Verwendung als Wachhund, taugt er hierzu in der Regel nicht mehr. Eine gewisse allgemeine Bellfreude kann ihm dennoch nicht abgesprochen werden.

 

Laut Rassestandard bringt er kaum noch Jagdtrieb mit, wobei man sich darauf nicht verlassen sollte. Viele Samojeden scheinen in dieser Hinsicht ihren Rassestandard nicht gelesen zu haben.
Der Samojede sollte lebhaft, aufgeschlossen und selbstbewusst sein, keinesfalls ängstlich oder nervös. Er arbeitet gerne mit seinem Menschen zusammen, bewahrt sich dabei allerdings seinen eigenen Kopf. Blinder Gehorsam und Unterwürfigkeit liegen ihm eher fern, er will die Übungen verstehen und sich selbst einbringen können.

Haltung und Pflege

 

Der Samojede braucht engen Familienanschluss, wobei er in der Regel auch sehr kinderlieb ist. Ebenfalls ist das Zusammenleben mit anderen Haustieren bei entsprechender Gewöhnung meist problemlos. Für Zwingerhaltung eignet sich der Samojede trotz des wetterfesten Felles überhaupt nicht. Bei ausreichend Auslastung im Freien, ist der Samojede auch ohne Garten glücklich.

 

Um den Samojeden als ausgeglichenen, sanften Hausgenossen zu erleben, braucht er viel Bewegung und Beschäftigung. Eine Ausbildung zum Rettungshund bietet sich ebenso an, wie Agility oder Zughundesport. Die Erziehung sollte sehr konsequent, aber ohne Härte erfolgen. Der Samojede will motiviert werden und einen Sinn in den gestellten Aufgaben sehen. Er ist selbstbewusst und intelligent genug, um immer wieder zu hinterfragen, ob er sich nicht doch mit seinen eigenen Ansichten durchsetzen kann.

 

Regelmäßiges Bürsten ist Pflicht. Im Fellwechsel verliert der Samojede zudem Unmengen an Haaren.

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